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Chronik

Der Schützenverein „TELL“ Hirschaid e. V. stellt sich vor:

Aus der Vereinsgeschichte

Im Jahr 1908 wurde im Gasthaus "Zur Eisenbahn" der "Schützenbund Tell Hirschaid" gegründet. Fritz Metz wurde am 1.3.1909 zum ersten Vorstand gewählt. Im Saal des Gasthauses "Zur Eisenbahn" wurde mit Zimmerstutzen geschossen. Dieses Gasthaus befand sich an Stelle des alten EVO’s gegenüber des Hirschaider Bahnhofs.

Nach dem l. Weltkrieg konnte der Verein am Mühlbach im Gebiet der heutigen Rinnigstraße in der Regnitzau ein Schießhaus errichten. Dort gab es zwei 20 m-Stände für Zimmerstutzen, einen sechsfachen 50 m-KK-Stand und zwei Feuerstutzenstände (175 m).

Durch Spenden der Vereinsmitglieder und der Hirschaider Einwohnerschaft wurde im Jahr 1933 die Anschaffung einer Königskette ermöglicht, die über die Wirren des 2. Weltkrieges gerettet wurde.

Im Jahr 1935 wurden die Schießanlagen von der SA übernommen. Von da an ruhte das Vereinsleben fast völlig. Letzter Eintrag im Protokollbuch vor dem 2. Weltkrieg lautet wie folgt: „Am 10.1.1937 fand in der Brauerei Kraus eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. In dieser wurde Georg Übelein zum ersten Vorstand bestimmt.“

Am 26.3.1955 wurde im Garten der Brauerei Kraus mit dem Bau des Luftgewehrschießstandes begonnen. Am ersten Pfingstfeiertag 1955 fand schon die Einweihung des neuen Schießstandes statt. 1958 wurde die Fahne angeschafft und das Fest der Fahnenweihe zusammen mit dem 50. Gründungsfest begangen. Patenverein war der Schützenverein 04 Bamberg.

Im Jahr 1959 stand der Verein vor der Auflösung. Jedoch fanden sich einige Schützenbrüder zusammen um den Verein aufrecht zu erhalten. In einer außerordentlichen Generalversammlung wurde Andreas Reinwald zum ersten Vorstand gewählt, ein Amt, das er bis 1981 ununterbrochen innehatte. Georg Übelein wurde am gleichen Tage zum Ehrenvorstand ernannt. Andreas Reinwald hat den Verein nicht nur erhalten, sondern in den folgenden Jahren wieder zu neuer Blüte geführt.

Eine bleibende Erinnerung für Hirschaid und Umgebung war 1968 das 60-jährige Jubiläum, verbunden mit einem großen Festzug und einem Preisschießen.

Durch Vermittlung unseres verstorbenen Mitglieds Dr. Hans Renker gelang es, das Gelände "Steinbruch" an der Seigendorfer Straße von der Familie Behm zu pachten. Der Pachtvertrag konnte langfristig abgeschlossen werden, so dass es sich lohnte, anstelle der zuerst vorgesehenen Baubaracke ein festes Haus und sechs Pistolenschießstände zu bauen. Die gesamte Schießanlage mit Aufenthalts- und Unterrichtsraum wurde ausschließlich durch freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder und durch einige großherzige Spenden von Geschäftsleuten und Mitgliedern errichtet. Nach dreijährigem unermüdlichen Bemühen und Fleiß konnte der Schießbetrieb nach Abnahme durch die Aufsichtsbehörde schließlich Anfang 1975 aufgenommen werden. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Pistolenabteilung äußerst positiv.

Die Pflege und Wartung der Anlage und des Vereinsheimes verlangt auch heute noch ein hohes Maß an Eigenleistung der Mitglieder. - So wurde z. B. die Duellanlage nach den neuesten technischen Erkenntnissen umgerüstet, so dass unser Schießstand zu den umweltfreundlichsten Anlagen des gesamten Gaues zählt.

Ende der 90er Jahre, als die Brauerei Kraus ein neues Schützenhaus ohne Schießstände plante, haben wir auch die Luftgewehrstände in unser heutiges Schützenheim verlegt. Leider wird die Ursprungsdisziplin unseres Vereins, das Luftgewehrschießen, heute nicht mehr mannschaftsmäßig betrieben. Nur noch zweimal im Jahr gibt es einen vereinsinternen Wettstreit mit dem Luftgewehr, nämlich in der Vorosterzeit das Osterschießen und im Frühherbst das Königsschießen.

Dafür schießen wir heute im Verein aktiv mit zehn Mannschaften und guten Erfolgen bei Vereinsmeisterschaften, Rundenwettkämpfen, Gau- sowie Bezirksmeisterschaften, und zwar in den Disziplinen

- Luftpistole
- Sportpistole
- Schwarzpulver (Perkussionspistole und –Revolver)
- Großkaliber (Pistole und Revolver)
- Zentralfeuer (Pistole und Revolver)

Außerdem fanden mehrmals jährlich Sachkundelehrgänge für interessierte Schützen des Landkreises Bamberg statt, die mit einer Prüfung in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Bamberg endeten. Diese Lehrgänge sind für Schützen, die eine genehmigungspflichtige Waffe erwerben wollen, zwingend vorgeschrieben. Die Initiative dieser Lehrgänge kam vom damaligen Hauptschützenmeister Hans Herold, der die Ausbildungsbefugnis erwarb.

Bei der Generalversammlung im Januar 1981 stellte sich Andreas Reinwald nach fast 23-jähriger Tätigkeit als erster Vorsitzender nicht mehr zur Wahl. Er wurde auf Grund seiner großen Verdienste einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Ihn und seine Frau Zita mussten wir vor zwei Jahren kurz nacheinander zu Grabe tragen.

Sein Nachfolger Roland Rattel war fünf Jahre im Amt. Danach führte Herbert Kammerer, der damalige zweite Vorsitzende, ein knappes Jahr kommissarisch den Verein, bis Werner Volland im Jahre 1986 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Er hatte dieses Amt neun Jahre inne und wurde - nachdem er nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidierte - für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.

In der Zeit entstanden auch Schwierigkeiten mit dem Pachtvertrag für den Pistolenstand, zeitweise musste von der Auflassung des Pistolenstandes ausgegangen werden.

Nur wenige langjährige Mitglieder werden sich daran erinnern, dass unser Vereinsheim fast der Autobahnplanung A73 zum Opfer gefallen wäre. In dieser Planung wurde die Autobahntrasse direkt durch unseren bereits erbauten Pistolenschießstand geführt. Erst nach der Einholung eines juristischen Gutachtens und der sofortigen Intervention bei der Autobahnverwaltung wurde die Autobahntrasse umgeplant.

Seit 1995 leitet Dieter Auer die Geschicke unseres Vereins, assistiert von Heinz Grießinger, dem zweiten Vorsitzenden. Unterstützt werden sie von einer Reihe von Vereinsmitgliedern, die alle zusammen das Vereinsschiff steuern.

In Würdigung ihrer Verdienste um den Schützenverein „TELL“ Hirschaid e. V. wurde bei der Generalversammlung im Februar 2003 Waldemar Kossmann zum Ehrenschützenmeister und Hans Herold im Februar 2005 zum Ehren-Hauptschützenmeister ernannt.

Der allgemeine technische Fortschritt hat auch vor unserem Verein nicht „Halt“ gemacht. So wurde u. a.

- ein Lichtpunktgewehr wurde angeschafft und.
- dank unseres Jungmitglieds Michael Grießinger besitzt unser Verein eine eigene Internetseite.

Neben den schießsportlichen Übungen und Aktivitäten kommen auch die gesellschaftlichen Ereignisse nicht zu kurz. So gibt es z. B.

- Dreikönigsschießen und Dreikönigsfeier
- Osterschießen mit Preisverteilung
- Königsschießen mit Preisschießen und Tanzabend mit Königsproklamation mit Ehrungen
- regelmäßiger Schützentreff am ersten Mittwoch im Monat
- alljährliches Rundschreiben mit Weihnachts- und Neujahrsgruß, mit Rückblick sowie den Terminen für das kommende Jahr.
- Seit einigen Jahren beteiligen wir uns am Ferienprogramm des Marktes Hirschaid mit einem stets gut besuchten Jugendschießen.

Unser Vereinsheim, das im April 1972 nach Abschluss eines längerfristigen Pachtvertrages mit der Familie Behm. begonnen und nach rd. 5.000 Stunden Eigenleistung im Jahr 1975 in Betrieb genommen wurde, war mit vier Luftgewehr-/Luftpistolen-Schießständen nicht mehr den Anforderungen gerecht, so dass viele Jungschützen zu unserem großen Bedauern zu benachbarten Schützenvereinen abwanderten. Seit dem Jahr 2000 wurde deshalb in den Ausschuss-Sitzungen das Thema „Erweiterung unseres Vereinsheimes“ behandelt.
In der Jahreshauptversammlung am 1. Februar 2001 wurde mit großer Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen, dass ein Um- und Aufbau des Vereinsheimes zu einer Vergrößerung und einer Errichtung von 8 Luftpistole-/Luftgewehrschießständen führen wird. Die Mitglieder wurden umfassend über die geplanten Maßnahmen informiert.

Es wurde ein Bauausschuss unter der Leitung von Walter Mohnkorn gegründet und mit der Detailplanung beauftragt. Alles wurde geplant und kalkuliert, so dass in der Jahreshauptversammlung 2002 den Mitgliedern sowohl der Bau- als auch der Finanzplan vorgelegt werden konnte. Durch den Bauausschuss wurde eine mögliche Finanzierungsvariante gefunden. Die Mitglieder sollten dem Verein ein Darlehen zur Verfügung stellen. Es standen zwei Modelle zur Auswahl:

- eine Einlage mit Verzinsung und
- eine Einlage ohne Verzinsung.

Wir waren sehr positiv überrascht, dass viele Mitglieder eine Einlage zeichneten, und zwar die Variante ohne Verzinsung. So konnte die Hälfte der Baukosten abgedeckt werden. Auch die Gemeinde Hirschaid gewährte uns einen Baukostenzuschuss. Die Firmen Korn, Helbig, Spörlein und Nagengast haben durch Bereitstellung von Werkzeugen; Maschinen und Gerüsten auch zur Senkung der Baukosten beigetragen.
Allen Beteiligten nochmals ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle.

Im Frühjahr 2002 konnte unter der Leitung von Walter Mohnkorn mit dem Um- und Aufbau des Vereinsheimes begonnen werden. Die Erweiterung umfasst ca. 100 qm und bietet Platz für 8 Luftgewehr-/Luftpistolen-Schießstände. Durch die Erweiterung wurde die Schießanlage, welche zu den umweltfreundlichsten im Gau Oberfranken-West gehörte, noch verbessert. Mit dem Einbau einer Fußbodenheizung im Abschussbereich des Pistolenstandes ist nun auch in der kalten Jahreszeit ein komfortables Schießen gewährleistet. Durch den Einbau von Schallschutzverkeidungen konnte die Lärmbelästigung durch den Schießbetrieb deutlich gesenkt und die behördlich geforderten Werte eingehalten werden.

Der Schießbetrieb im Pistolenschießstand, der nur wenige Wochen ruhte, konnte im Herbst 2002 wieder aufgenommen werden. Dies war nur möglich, weil ca. 3.500 Stunden in Eigenleistung von den Mitgliedern erbracht wurden. Zum Osterschießen im März 2003 konnte der neue Luftgewehrschießstand nach Abnahme und Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde des Landratsamtes Bamberg bereits genutzt werden.

Die ökumenische Einweihung des Vereinsheims fand am 9. November 2003 im Rahmen einer Feierstunde durch die Hirschaider Dekan August Popp und den Pfarrer Stefan Müller statt.

Besondere Anerkennung gilt unserem Ehren-Hauptschützenmeister Hans Herold , der über drei Jahrzehnte die Geschicke des Vereins mit sehr großen Engagement mit lenkte, er hat einen erheblichen Anteil an den Erfolgen unseres Vereins. Seine schießsachkundigen, technischen Kenntnisse und seine vereinsübergreifenden Verbindungen haben uns im Gau einen Namen verschafft. Ihm und seinen treuen Schützenmeistern gilt heute auch unser Dank. Wir sind der einzige Schützenverein im Gau Oberfranken-West im Landkreis Bamberg, der mit Unterstützung des Landratsamtes Bamberg über viele Jahre Sachkundelehrgänge für Pistolenschützen durchgeführt hat.

Im Jahre 2008 können wir mit Stolz auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Mit den geschaffenen Einrichtungen sind die Voraussetzungen für den weiteren erfolgreichen Schießbetrieb gesichert. Möge die Jugend dies als Ansporn nehmen um sich weiterhin für den Schützenverein Tell Hirschaid zu engagieren und das Vereinsleben aktiv mitzugestalten.

Mit diesem Beitrag hoffen wir, Ihnen einen kleinen Einblick in die vergangenen 100 Jahre Tell Hirschaid gegeben zu haben.

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